KLEINE UND GROSSE WUNDER

Des Tages ist es so, bei Abend ganz anders

Samstag, 11. März 2023

Aus diversen Gründen startete mein Tag nicht gerade super.
Das i-Tüpfelchen an dem Morgen: Ich hatte vergessen meine Musikbox über Nacht zu laden. Da Musik ein wichtiger Teil meines Lebensalltags ist und ich auf dem Rad stets Worship-Musik höre, habe ich gehofft, dass sie mich für den grössten Teil der Hinfahrt begleiten würde. Und das tat sie tatsächlich. Ein paar Minuten vor Ankunft ging die Musikbox zwar aus – und ein Wiedereinschalten schenkte mir nur Bruchstücke eines Liedes -, aber ich war ja fast da.

Am Feierabend fiel mir schon vor dem Anmachen der Musikbox auf, dass ich vergessen hatte sie zu laden. Ich stellte mich also auf eine längere Heimfahrt ohne Musik ein. Dennoch wollte ich die wenige Zeit, die der eigentlich leere Akku noch leisten könnte, nutzen und schaltete die Box ein. Mir fiel erst nach einigen Liedern auf, dass sie schon recht lange lief und war verwundert. Ich rechnete zu jeder Zeit mit einer Ausschaltung und sagte zu mir, dass es doch ein toller Gottesbeweis wäre, wenn er mir noch genug Akku für die restliche Heimfahrt, welche noch über 30min dauern würde, schenken könnte. Tatsächlich hörte ich ein Lied nach dem anderen und war immer wieder erstaunt, dass die Musikbox einfach nicht ausging. Noch verblüffter war ich, als sich die Box genau beim Dorfeingang ausgeschaltet hatte.


Ich bin mega happy darüber, dass mich Musik so stark berührt … und dass Gott das weiss. Er hat mir genau das gegeben, was ich mir gewünscht hatte – nicht mehr, nicht weniger. Es mag zwar nur ein kleines Wunder sein, aber für mich hat sowas eine grosse Bedeutung. Danke, dass ein Tag, der für mich so blöd gestartet hat, so genial enden durfte.


Der Herr über’s Wetter – Teil IV

Freitag, 30. Juli 2021

Und wieder mal war eine Hochzeit im Gange. Für diese bin ich nach Norddeutschland zu meiner Verwandtschaft gereist, da mein Patchwork-Bruder nun an der Reihe war. Da seine auserwählte Frau eine Mexikanerin ist, haben sie sich dazu entschieden, die Standesamtliche Hochzeit in Deutschland und die kirchliche in Mexiko zu feiern. Für den Abend war ein kurzer Schauer angekündigt – und dieser kam dann auch. Alle flüchteten sich unter das Festzelt und das Carport. Ich ging gleich heraus und schaute ich den Himmel und habe meinen üblichen Fight ausgetragen. Noch bevor ich wirklich nass wurde konnten wir draussen weiterfeiern.

Wieder einmal konnten wir einen recht trockenen Tag geniessen. Danke! Dass es nur ein kurzer Schauer sein sollte, ist mir zwar bewusst, aber wie oft ist es dann doch anders gekommen? Am folgenden Tag schüttete es dann in Strömen! Ich wünsche auch diesen beiden sich liebenden Menschen eine wunderbare Zeit und eine wunderschöne kirchliche Hochzeit in Mexiko. Ich spiele mit den Gedanken ebenfalls dort hinzufliegen und anschliessend Ferien zu machen.


Der Herr über’s Wetter – Teil III

Samstag, 24. Juli 2021

Im Fokus dieses Tages stand die Hochzeit meines alten WG-Mitbewohners mit seiner Auserwählten. Aufgrund von Wettervorhersagen stellten wir uns auf Regen ein und tatsächlich fing es immer wieder leicht zu regnen an. Ich nahm mir stets kurz Zeit für ein Gebet um das Wetter in eine andere Richtung zu bewegen und es hörte jedes Mal direkt wieder auf. Beim Apéro nahm ich meinen WG-Leiter zur Seite und fragte ihn, ob er mich beim Gebet unterstützen mag. Er fing sofort mit einem Gebet an, jedoch merkte ich an, dass er dieses sehr milde ausgedrückt hatte – „wir würden es auch hinnehmen, wenn es anders kommen sollte“ waren in etwa seine Worte. Aus Spass sagte ich zu ihm, dass eine mögliche Regenflut an seinem Gebet liegen würde. Die Planung mit den Hochzeitsfotos wurde immer wieder abgeändert, da der Regen dieses Mal tatsächlich nicht stoppen wollte. Als dieser vorüber war folgte ein israelischer Tanz, der sogar die Sonne herausholte – wir nannten ihn voller Freude „Sonnentanz“!
Den restlichen Tag konnten wir recht trocken geniessen, einzelne Tropfen störten uns nicht. Kurz nachdem das Fest gegen 2:00 vorbei war und wir auf dem Rückweg waren, hielten sich die Wolken nicht mehr zurück und wir wurden regelrecht überschüttet.

Und wieder einmal kann ich sagen, dass Gott auch kleine Gebete erhört und man für so vieles dankbar sein kann. Ich bin sehr froh darüber, dass die beiden trotz schlechter Wetteranzeichen einen wundervollen Tag mit Familie und Freunde feiern durften. Über den kurzen Regen beim Apéro braucht man sich im Nachhinein nicht ärgern – wir können alle dankbar sein, dass es so ein schöner Tag war. Es ist nun der Tag nach der Hochzeit und ich schreibe diese Worte während einem starken Regenschauer mit Gewitter. Ich wünsche den beiden Gottes unendlichen Segen auf ihrem gemeinsamen Weg – ob bei wundervollem Sonnenschein oder im grössten Unwetter!


Der Herr über’s Wetter – Teil II

Samstag, 17. Juli 2021

An diesem Tag bin ich mit ein paar Kartenspielen zu unserer anderen WG gefahren. Da alle Anwesenden an diesen Tag mit einer Fähre auf dem Bodensee fahren wollten, habe ich mich spontan angeschlossen. Wir fuhren mit dem Zug nach Romanshorn und von dort ging es auf dem Seeweg weiter nach Konstanz. Es war recht bewölkt, aber es liessen sich auch vereinzelnte Sonnenstrahlen blicken. Doch genau in dem Moment, als wir wieder festen Boden unter den Füssen hatten, fing es zu regnen an. Kurz zuvor erzählte ich von meinem Erlebnis mit Gott während des starken Unwetters und sagte optimistisch „Gebt mir kurz Zeit“. Ich blieb stehen, schloss meine Augen und betete. Dann sagte ich „… und jetzt wird es aufhören“. Und das tat es dann auch und wir konnten den Nachmittag noch in vollen Zügen geniessen … naja, eigentlich waren die Züge eher leer! ;D
Als wir zuhause ankamen und der Regen unsere Haut benetzte war ich mega glücklich darüber, dass es überhaupt so lange trocken war und sagte voller Freude „Jetzt darf es wieder“.

Erneut legte der Herr seine Hand über mich und ich bin ihm so dankbar dafür!


Der Herr über’s Wetter – Teil I

Dienstag, 22. Juni 2021

Ich lasse mich eigentlich nie davon abhalten mit meinem E-Fatbike zu meiner 16km-entfernten Arbeit zu fahren. Vor zwei Wochen war es über mehrere Tage sehr stürmisch und regnerisch und ich war mir nicht sicher, ob ich nicht doch lieber mit dem öffentlichen Verkehr fahren sollte. Bis heute habe ich es nicht auf die Reihe gebracht mir einen vernünftigen Regenschutz zu besorgen, aber immerhin habe ich auf der Arbeit Kleider zum wechseln. Ich entschied mich jeden Tag gegen den ÖV und für eine Fahrt unter dichten Wolken. Und genau zu den Zeiten, wo ich zur bzw. von der Arbeit unterwegs war, hörte es auf zu regnen.
Als ich heute zur Arbeit musste fing es dann plötzlich an zu nieseln und ich dachte nur „Bitte nicht heute“, da ich eben erfahren habe, dass jemand Höheres der Firma bei uns ist und ich nicht unbedingt klitschnass dort auftauchen möchte. Ich sagte zu Gott „Wenn es dir möglich ist ein Meer zu teilen, dann halte bitte diesen Regen auf“ … und es passierte auf der Stelle. Ich kam trocken an und konnte nach einer sehr kurzen Schicht bei bestem Sonnenschein nach Hause fahren.

Gott ist und bleibt der beste Schutz in allen Bereichen und man sollte ihm auch für solch kleinen Dinge dankbar sein. Das heisst aber nicht, dass ich mir nicht doch eines Tages einen Regenschutz zulegen werde …


Silvester 2021

Donnerstag, 31. Dezember 2020

Dieses Jahr war vieles von Corona bestimmt, wie auch bei mir die Weihnachtszeit. Ich hatte mir vorgenommen mit meiner Familie das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel zu erleben und wäre dafür nach Norddeutschland gereist. Während ich am 25.12. zumindest bei meinem Bruder und seiner Familie, welche bei mir in der Nähe wohnen, sein konnte, hatte ich für heute gar keinen Plan und stellte mich auf einen relativ normalen Tag ein. Wie überraschend, dass dies auch für vier meiner fünf Mitbewohner der Fall war. So entschlossen wir, gemeinsam den Abend zu verbringen. Zum Abendessen gab es Hähnchen mit Kartoffeln, zur Überbrückung „Dinner for (the) One“ und kurz vor Mitternacht sind wir auf einen Berg gefahren. Nach dem Anstossen haben wir das Feuerwerk von Frauenfeld genossen und gebetet.

Danke für diesen schönen Jahresausklang!


Der Kampf mit einem 30kg-Monster!

Montag, 26. Oktober 2020

Wer mich kennt, der kennt auch mein langjähriges Rückenproblem nach einem Leitersturz. Heute habe ich den Reifen meines Fahrrads geflickt, welcher nach einem kompletten Reifen- und Schlauchwechsel nur etwa eine Fahrt benötigte um wieder platt zu sein. Ich wusste sofort, dass das eine mühsame Angelegenheit werden würde, da die Reifen meines Fatbikes so gross wie die von Motorrädern sind. Während der Arbeit verspürte ich immer stärkere Schmerzen und mir war klar, dass nach der Reparatur noch das Schlimmste kommen würde: Das 30kg-Monster wieder umdrehen! Ich stand bei leichtem Regen an einer Mini-Tanke und wusste, dass ich mir den Rücken nun komplett weghauen würde. Die einzige Chance, die ich in diesem Moment sah: Um Hilfe bitten. Kein Mensch in Sicht? Dann bittet man den Herrn. Und es dauerte keine 10 Sekunden, da stand plötzlich hinter mir ein fremder Mann, der mich fragte, was ich hier gerade machen würde. Ich erklärte ihm die Situation und bat ihn, mir aufgrund meiner Rückenschmerzen zu helfen. „Ich habe es auch mit dem Rücken … aber zu zweit schaffen wir das schon!“, sagte er zu mir. Nachdem wir das Monster umgedreht hatten, verschwand er wieder von dort, wo er hergekommen ist.

Es mag sein, dass er nur ein neugieriger Mensch war und mich schon länger beobachtet hatte. Vielleicht wollte er sowieso helfen. Aber er kam genau dann, als ich ihn gebraucht hatte. Und möglicherweise hatte Gott seine Hände im Spiel.